Highlands
Landwirtschaft

Landwirtschaft in den schottischen Highlands

Scott Renwick, sein Sohn Farquhar und sein Neffe Gavin MacDonald halten in Inverbroom, knapp eine Viertelstunde Autofahrt von Ullapool entfernt, rund 2000 Nord Country Cheviot Schafe, eine schottische Rasse, die vorallem des Fleisches wegen gezüchtet wird. Das Weideland erstreckt sich auf rund 8000 Hektaren flachem Land über hügeliges und bergiges Gebiet mit drei Munros. Ein Munro ist ein Berg, der höher ist als 3000 Fuss (914,4 Meter). Ben Nevis ist mit seinen 1345 Metern über Meer der höchste Berg in Schottland und Grossbritannien, er befindet sich weiter südlich, in Fort William. Das Land gehört Renwicks nicht, die Familie darf es aber mit anderen Farmern nutzen.  

Weil der Zugang in die hohen Hügel für den Quad begrenzt ist, arbeitet die Familie mit rund zwölf Border Collies-Hündinnen, welche die Schafe auf Zuruf zusammentreiben. Die Männer übernehmen im Auftrag anderer Bauern das Scheren deren Schafe. Ebenfalls besitzen sie eine Einrichtung, um die Schafe zu baden und sie damit vor Ungeziefer auf Haut und Wolle zu schützen. Rund 25 000 Schafe sind es im Jahr, die durch Renwicks mobiles Bad «schwimmen».

Nebst den Schafen liegt der Fokus des Betriebs auch auf der Zucht von Luing Rindern. Diese Rasse hat ihren Ursprung ebenfalls in Schottland. Die natürlich hornlose Rasse ist durch Kreuzung von Shorthorns und Highland Cattles entstanden. In den 1960er-Jahren wurde die Rasse als eigenständig anerkannt. Im Jahr 2000 wurden übrigens die ersten Luing-Rinder in die Schweiz importiert. 65 Luing besitzt die Familie Renwick. 

«Wir verkaufen die Rinder am Dingwall & Highland Livestock Market», sagt Scott Renwick und weist auf das wichtigste Vermarktungszentrum in den Highlands und für die Inseln hin.  

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